Die Aufgabe lautete eine Wissenslandkarte für die Methoden zum Wissenstransfer zu erstellen. Dabei soll der „persönliche Methodentransfer in die Praxis“ dargestellt werden. Bereits im ersten Semester wurden wir mit Methoden zum persönlichen Wissensmanagment konfrontiert. Im zweiten Semester ging es um Methoden zum Wissenstransfer innerhalb einer Gruppe und zwischen Gruppen. Hier wird mein Leitfaden zur Erstellung  der Wissenslandkarte erklärt.

Diese komplexe Anforderung stellte sich als Herausforderung dar, bei der ich wieder einiges über mich in Erfahrung bringen konnte.

Methodenradar als Landkarte für Wissenstransfer
Methodenradar als Landkarte für Wissenstransfer

Die Herausforderung und erste Überlegungen

Hm, eine Wissenslandkarte, eine Landkarte also über Wissen also! Woraus besteht denn eigentlich eine Landkarte? Eine Landkarte enthält im Allgemeinen:

  • Städte/Ortschaften
  • Straßen
  • Eisenbahnen
  • sonstige Verkehrswege
  • Hügelketten (Barrieren) …

Bei so einer Landkarte ist es aber schwierig seinen eigenen Standort zu erkennen, außer man würde ihn speziell markieren. Um diesen eigenen Standort eindeutig beschreiben zu können, erschien mir ein Radarbildschirm besser geeignet zu sein. Jeder Punkt auf diesem Bildschirm ist durch eine Richtung und durch eine Entfernung zum Mittelpunkt eindeutig definierbar. Je weiter die Entfernung ist, desto schwieriger ist es ein Ziel zu identifizieren. Somit hatte ich schon meine Vorlage für die Karte.

Die Vorlage: Sektoren und Kategorien

Hat man den Standort für ein Radar schlecht gewählt, so kann es auch sein, dass ein Radarschatten entsteht. Wenn Hindernisse die Radarabstrahlung in diesem Bereich stören, dann kann man dort keine Ziele wahrnehmen. Durch diese Überlegungen haben sich meine Sektoren in der Karte ergeben:

  • ein Sektor für die Methoden des persönlichen Wissensmanagements,
  • ein Sektor für die Methoden des Wissenstransfers
  • ein Sektor als Radarschatten, diese Methoden kann ich aufgrund von Barrieren (noch) nicht anwenden und
  • ein Sektor für die Beschriftung meiner Kategorien;

Als Kategorien habe ich die Entfernung zum Mittelpunkt gewählt. Je weiter entfernt eine Methode ist, desto weniger Erfahrung habe ich damit. Die derzeit bestehenden Barrieren in meinem Berufsumfeld, die gewisse Methoden für mich nicht realisierbar erscheinen lassen, sind „Management“ und „Unternehmenskultur“. Diesen Hintergrund habe ich in PowerPoint in der Masterfolien-Ansicht erstellt.

Einteilung der Methoden

Nach diesen Überlegungen war es nicht mehr schwierig die einzelnen Methoden einzuordnen. Am meisten arbeite ich mit Mindmapping und After Action Review. Durch das Studium habe ich aber bereits sehr gute Erfahrungen mit Concept Mapping, Kontaktnetz, Lessons Learned und Gamestorming gemacht. (Hier mein Artikel über Gamestorming-Methoden.)

Der Vorteil an dieser Art der Darstellung ist auch, dass man sich nicht strikt an die Grenzen der Kategorien (konzentrische Kreise) halten muss. Man kann eine Methode auch über einen breiteren Bereich darstellen und damit anzeigen, dass es unterschiedliche Aspekte einer Methode geben kann.

Feedback und kritische Betrachtung

Durch die Betrachtung anderer Wissenslandkarten und gegenseitiges Feedback hat sich gezeigt, dass zu jeder Darstellungsform ein Bezug bestehen muss. Um für eine Gruppe eine sinnvolle Darstellung zu finden, müssen die Teilnehmer eine Assoziation damit herstellen können. Eine interessante Möglichkeit ist beispielsweise die Skizzierung des Wiener U-Bahn-Netzes.

Nach einer kritischen Betrachtung habe ich mich dann gefragt: Kann man mit meiner Karte auch navigieren? Ein Merkmal einer Landkarte ist ja, dass man damit einen Weg beschreiben und finden kann. Das ist wohl ein Nachteil meiner „egozentrischen“ Darstellungsform. Damit kann nicht beschrieben werden wie ich von einer Methode zur nächsten gelange!

Jedenfalls war die Erstellung eine wertvolle Erfahrung!

Wissenstransfer – Darstellung mit Methoden-Landkarte
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