Mein persönliches Wissensmanagement (PWM) besteht aus einer ständigen Suche nach neuen Methoden und Inhalten. Im Studium „Angewandtes Wissensmanagement“ entsteht daraus ein PWM-Konzept: Was verstehe ich darunter? Wie hat mein bisheriger Weg ausgesehen?

MKC_PWM_Zyklus 2017-01-04
Der MKC-PWM-Zyklus; Version 2 (2017-01-04); Mit Zielen, Methoden und Tools;

Mein PWM-Konzept besteht aus einem Kreislauf. Der Seek-Sense-Share Prozess wir in diesem Beitrag (Link für moodle der FH-Burgenland) beschrieben. Dabei entsteht aus einer Idee ein Blog-Beitrag. Durch Vernetzung in Sozialen Netzwerken versuche ich Feedback  und inhaltliche Diskussion über den Beitrag zu erzeugen (Working Out Loud – WOL). Die Methoden und Tools werden im Lernlogbuch dokumentiert. Somit kann man die Methode anpassen  und einen Lernfortschritt im Bereich der Methodenkompetenz erreichen.

Die drei Prozesse laufen nicht getrennt nacheinander ab. Schon während Seek-Sense-Share wird diese Arbeit dokumentiert und im Lernlogbuch festgehalten. Auch wird bereits in diesem Prozess – im Sinne von WOL – über das Thema in Social Media-Anwendungen kommuniziert. Die drei Segmente in der Grafik beschreiben eher inhaltliche Bereiche als zeitlich streng getrennte Abläufe.

Nun beschreibe ich den Weg, der mich zu diesem Konzept geführt hat.

Der Beginn: Wissbegierde

Sei es im Beruf oder im Privatleben, die Notwendigkeit zu Lernen ist mein ständiger Begleiter. Die Rahmenbedingungen ändern sich ständig. Neue Fähigkeiten sind gefragt. Was man vor zehn Jahren gelernt hat, verliert stetig an Bedeutung. Mein Wissensdurst lässt nicht nach. Ich habe das Gefühl, immer mehr und schneller lernen zu müssen. Kann ich das überhaupt? Muss ich Prioritäten setzen und Lücken in Kauf nehmen? Lerne ich mit der richtigen Methode?

Diese letzte Frage lässt mich innehalten …

Ist das die entscheidende Frage? Für mich: JA!

2008 beginne ich über Mindmapping, Visual Reading und Prozess- und Dienstleistungsmanagement zu lesen. Meine Interesse über Methoden wird immer mehr geweckt. Die Antworten sind leider unzufrieden stellend…

Der erste Schritt: Studium

Das Problem war nicht nur ein persönliches. Wer über Probleme nachdenkt, der erkennt, wo es diese überall gibt. Ganze Organisationen beschäftigen sich mit Wissen und den relevanten Prozessen.

Wie wird Wissen erzeugt? Wer besitzt Wissen? Wie teilt man Wissen?

Schließlich stoße ich auch das Studium „Angewandtes Wissensmanagement“ an der FH-Burgenland. Kann mir dieses Studium Antworten geben? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Im Sommersemester 2016 beginne ich.

Halt: Wohin?

Doch Halt! Ich kann nicht einfach drauflos gehen. Ich muss erst wissen: Wohin? Ich brauche Ziele für mein persönliches Wissensmanagement:

  • möglichst effizient Wissen aneignen,
  • beiläufige Ideen festhalten,
  • über Methoden diskutieren,
  • Feedback erhalten;

Das sind die ersten Gedanken, die mir einfallen. Langfristig möchte ich die Fähigkeit erlangen Organisationen bei Wissensmanagement-Projekten oder Prozesse beraten zu können. Aus diesen Ideen folgen einige Konsequenzen:

  • Ich muss viele Methoden kennen lernen und ausprobieren, um die Effizienteste herauszufinden.
  • Ein Notizbuch muss griffbereit sein, um Ideen festhalten zu können.
  • Ich muss Erfahrungen zur Verfügung stellen und andere davon Wissen lassen, um diskutieren zu können und Feedback zu erhalten.
  • Der Prozess muss kommentiert werden, um nachvollziehbar zu sein und einen Fortschritt feststellen zu können.
  • Das Konzept muss als Kreislauf defineiert sein. Das oftmalige Durchlaufen mit ständigen Anpassungen garantiert einen Erfahrungsgewinn und Fortschritt.

MKC_PWM_Zyklus 2017-01-03
Der MKC-PWM-Zyklus; Version 1 (2017-01-03)

Der Weg: Das Konzept

Momentan besteht meine PWM-Konzept aus 3 Bausteinen:

  1. dem Seek-Sense-Share Prozess,
  2. dem Abfragen und Einholen von Feedback (inhaltlich) und
  3. der Dokumentation der Lernmethode im Lernlogbuch;

Im Seek-Sense-Share Prozess steckt die Lernmethode zur kurzfristigen Problemlösung. Momentan verwende ich die SQ3R-Lesetechnik und OneNote oder Mindmaps, um Inhalte aus Texten zu erfassen. Daraus entsteht ein Blog-Beitrag. (Hier wird beschrieben, wie aus einer gut angelegten Mindmap in Freemind ein Blog-Beitrag erzeugt werden kann.) Durch die Vernetzung in Sozialen Netzwerken versuche ich auf diesen Beitrag aufmerksam zu machen. Dahinter verbirgt sich das „Working Out Loud“-Konzept. Dieses Feedback wird gemeinsam mit der Lernmethode dokumentiert. Daraus leite ich Verbesserungen und neue Ideen ab. So möchte ich Inhalte erzeugen und die Vor- und Nachteile von Methoden erfahren.

PWM mit Konzept
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